AGB nach Verfassern und Adressaten

Unternehmen nutzen AGB als standardisierte Vertragsgrundlage zur Abschluss-Vereinfachung, weil nur noch die individualisierbaren Punkte einer Einigung und Dokumentierung bzw. Niederschrift der mündlichen Vereinbarung bedürfen.

Bei den Vertragsparteien wird unterschieden nach:

  • Stellung im Geschäftsverkehr
    • B2C (business to consumer [Unternehmen vs. Konsumenten])
      • AGB-Adressat gilt in der Regel nicht als geschäftsgewandt, rechtskundig und branchenversiert
    • B2B (business to business [Unternehmen vs. Unternehmen])
      • AGB-Adressaten gelten als geschäftsgewandt, rechtskundig und branchenversiert
  • Stellung nach Herkunft
    • national
      • anderer Landesteil: Sprachwahl beachten (D/F/I/R)
    • international
      • Es sind Sprachwahl. Anwendbares Recht und Gerichtsstand zu achten.

Für Weiteres wird auf den nachfolgenden Überblick verwiesen.

AGB-Verfasser und AGB-Adressaten
Verfasser AGB-Art Inhalt Adressat
Anbieter AGB klassisch Standardisierte Vertragsgrundlage, mit Ausnahme der Individualisierungspunkte

  • Ware
  • Menge
  • Lieferzeitpunkt
  • Preis total oder pro Einheit
Kunden
ev. in Verbindung mit einer Auftragsbestätigung (= Bestätigungsschreiben)
Allgemeine Lieferbedingungen Standardisierte Grundlage für

  • Vertragserfüllung
  • Fall der Nicht- oder Schlechterfüllung
  • Besserstellung des Anbieters
Branchenbedingungen Sonderbedingungen für

  • eine bestimmte Sparte
  • bestimmte Rechtsgeschäfte
Besteller Allgemeine Einkaufsbedingungen Standardisierte Vertragsgrundlage mit

  • Ausschluss der AGB des Lieferanten
  • Stringente Regeln für Vertragserfüllung, Schlechterfüllung, Gewährleistung (Zusicherungen)
  • Besserstellung des Bestellers
Lieferanten
Bezugsbedingungen Standardisierte Ergänzung zu Branchennorm

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